Lektion 3.2

Der Zigzag

5-3-5, die B-Grenze als Invalidierung und 1,618 × A im FX

Kurz gesagt: Der Zigzag ist die scharfe Korrektur — A-B-C mit der Substruktur **5-3-5**.

Seine harte Grenze: Welle B läuft nie über den Start von Welle A hinaus. An dieser

Linie hängt später dein Stop.

Worum es geht

Der Zigzag ist das, was die meisten Trader intuitiv als „Rücksetzer" bezeichnen: schnell, steil, tief. Und er ist das Muster, an dem du die meisten deiner Welle-2-Einstiege festmachen wirst — das Standard-Setup aus Lektion 2.5 lebt von ihm.

Die Bauvorschrift

WelleSubstrukturBedeutung
Afünfteiligmotive — die Korrektur startet mit
Bdreiteiligcorrective — der Erholungsversuch
Cfünfteiligmotive — der zweite Abwärtsschub

Das entscheidende visuelle Merkmal: Der Hochpunkt von B liegt deutlich unter dem Startpunkt von A. Der Zigzag erreicht das alte Extrem nicht wieder — deshalb wirkt er scharf und einseitig. Im Bärenmarkt läuft dasselbe Muster invers nach oben (Umkehrbarkeit aus Modul 1.5); gelegentlich spricht man dann von einem inverted zigzag.

Zigzag im Bullenmarkt: schematisch und mit Substruktur 5-3-5
Zigzag im Bullenmarkt: schematisch und mit Substruktur 5-3-5

Die harten Regeln

1. Ein Zigzag unterteilt sich immer in drei Wellen. 2. Welle A unterteilt sich immer in einen Impuls oder eine Leading Diagonal. 3. Welle C unterteilt sich immer in einen Impuls oder eine Diagonale. 4. Welle B geht niemals über den Startpunkt von Welle A hinaus. Sie selbst kann ein Zigzag, ein

Die B-Wellen-Grenze als visuelle Warnung
Die B-Wellen-Grenze als visuelle Warnung

Die Guidelines

  • Welle A unterteilt sich fast immer in einen Impuls (nicht in eine Leading Diagonal).
  • Welle C unterteilt sich fast immer in einen Impuls.
  • Welle C ist oft ungefähr so lang wie Welle A.
  • Welle C endet fast immer jenseits des Endes von Welle A.
  • Welle B retraced typischerweise 38–79 % von A. Ist B ein Zigzag: meist 50–79 %; ist B ein Triangle: 38–50 %.
  • Eine Linie durch die Enden von A und C verläuft oft parallel zu einer Linie vom Ende von B zum Start von A — daraus lässt sich ein Ziel für C ableiten.

Die Proportionen — und eine wichtige Divergenz der Quellen

DatenbasisÜbliche RelationZweithäufigste
AktienmarktC = A1,618 × A bzw. 0,618 × A
Devisenmarkt (FX)C = 1,618 × AC = A

Wie tief geht ein Zigzag?

Zigzags gehören zu den tiefen Korrekturen. Sie retracen typischerweise 61,8 % oder mehr der unmittelbar vorangegangenen Impulswelle — besonders in der Position der zweiten Welle. Sitzt die tiefe Korrektur ausnahmsweise in der vierten Welle, liegt das Retracement meist bei 50 %, selten bei 38,2 %.

FX-Chart mit sauberem Zigzag in Welle-2-Position
FX-Chart mit sauberem Zigzag in Welle-2-Position

Wo Zigzags auftauchen

Ein Muster, das du kennen solltest, aber noch nicht brauchst

Gelegentlich treten Zigzags zweimal, höchstens dreimal hintereinander auf — besonders dann, wenn der erste Zigzag ein normales Kursziel verfehlt hat. Dazwischen liegt jeweils eine korrektive Zwischenwelle: Double Zigzag bzw. Triple Zigzag. Die Notation mit W, X und Y gehört in Modul 4 — hier reicht, dass du das Wort kennst.

Vom Muster zum Setup

1. Invalidierung: Start von Welle A. Wird sie überschritten, ist die Zigzag-These tot. 2. Zielzone für C: 1,618 × A (FX-Priorität), C = A als zweites Ziel. 3. Bestätigung: C muss sich in fünf Wellen unterteilen lassen. Zählst du dort nur drei, hast du

Ratio-Grafik: C = 1,618 × A (FX-Priorität) und C = A als zweite Zielzone
Ratio-Grafik: C = 1,618 × A (FX-Priorität) und C = A als zweite Zielzone

Wissenscheck

1. Substruktur des Zigzags?

2. Welle B eines Zigzags darf …

3. Welle A ist 100 Pips lang. Welches C-Ziel priorisierst du im FX zuerst?

4. Welle C lässt sich nur in drei Wellen zerlegen. Was folgt daraus?

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