Lektion 0.3

Trend, Support & Resistance

Swing-Punkte, die drei Marktzustände und der Rollentausch

Trend: die Richtung des Marktes

Märkte laufen nicht in geraden Linien. Sie bewegen sich in Schwüngen: hoch, zurück, höher, zurück. Die Wendepunkte dieser Schwünge heißen Swing-Hoch und Swing-Tief — die kleinen Gipfel und Täler im Chart.

  • Aufwärtstrend: höhere Hochs und höhere Tiefs.
  • Abwärtstrend: das Spiegelbild — tiefere Tiefs und tiefere Hochs.
  • Seitwärtsphase (englisch: Range): Hochs und Tiefs bleiben ungefähr auf gleicher Höhe. Der Markt pendelt in einem Band.
Die drei Marktzustände: Aufwärtstrend, Abwärtstrend, Range — als Dreierbild mit beschrifteten Swing-Punkten.
Die drei Marktzustände: Aufwärtstrend, Abwärtstrend, Range — als Dreierbild mit beschrifteten Swing-Punkten.

Und ein Ausblick: Die Schwünge, die du hier zählen lernst, sind kein Zufallsgezappel. Sie folgen Mustern mit Regeln — und genau diese Muster haben einen Namen: Wellen. Ab Modul 1 bekommen deine Swing-Hochs und Swing-Tiefs Nummern, Regeln und Adressen.

Support & Resistance: die Zonen des Marktes

Manche Preisbereiche haben ein Gedächtnis. Fällt der Markt mehrfach auf denselben Bereich und dreht dort jedes Mal nach oben, nennt man diesen Bereich Unterstützung (englisch: Support). Steigt er mehrfach an denselben Bereich und dreht dort nach unten, ist es ein Widerstand (englisch: Resistance).

  • Denk in Zonen, nicht in Linien. Der Markt dreht selten auf den Pip genau — eine
  • Je öfter getestet und je schärfer die Reaktion, desto wichtiger die Zone.
  • Gebrochene Zonen tauschen die Rolle. Bricht der Markt klar unter eine Unterstützung, wird

Der Fachbegriff für Regel 3 ist Rollentausch (englisch: Change of Polarity). Warum das funktioniert, ist einfache Psychologie: Wer an der alten Unterstützung gekauft hat und nun im Minus sitzt, ist froh, beim Rücklauf „ohne Verlust rauszukommen" — und verkauft genau dort.

Der Rollentausch: Unterstützung wird gebrochen, Markt läuft zurück, dreht exakt an der alten Zone nach unten.
Der Rollentausch: Unterstützung wird gebrochen, Markt läuft zurück, dreht exakt an der alten Zone nach unten.

Zum Abschluss die Trendlinie: eine gerade Linie, die im Aufwärtstrend die steigenden Tiefs verbindet (im Abwärtstrend die fallenden Hochs). Sie macht den Trend sichtbar und dient als schräge Zone. Mehr brauchst du hier noch nicht.

Wenn ich einem Anfänger nur eine einzige Sache aus der klassischen Charttechnik mitgeben dürfte, wäre es der Rollentausch. Gebrochene Unterstützung wird Widerstand — dieser eine Satz erklärt mehr Marktverhalten als die meisten Indikatoren zusammen.
— Aus meiner Praxis

Wissenscheck

1. Woran erkennst du einen Aufwärtstrend — an welchen zwei Merkmalen?

2. Warum solltest du Support und Resistance als Zonen denken?

3. Eine klare Unterstützung wird gebrochen. Was erwartest du beim nächsten Anlauf von unten?

4. Verbringen Märkte die meiste Zeit im Trend oder in Seitwärtsphasen?

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